UX-Stammtisch im eigenen Unternehmen

Das Verständnis vom „Nutzer“, seinen Aufgaben und dem jeweiligen Kontext lebt vom Wissen und der Erfahrung der Experten, eben jenen Experten die an Produkt(neu)entwicklungen in einem Unternehmen aktiv beteiligt sind. Das Stärken des Wissens um die Aspekte der nutzerzentrierten Produktentwicklung kann nur helfen die Produkte besser zu machen. Daher kann ich den Besuch von themenbezogenen Stammtischen, Konferenzen oder anderen Veranstaltungen jeden wärmsten empfehlen. Jedoch ist es nicht für jeden immer möglich an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Oft ist es ein zeitliches und/oder räumliches Problem. Der nächste Stammtisch ist zu früh am Tag um nach der Arbeit noch dahin zu kommen oder er ist einfach zu weit weg um „mal eben“ dahin zu fahren.

Ist ein Unternehmen groß genug, kann ein „UX-Stammtisch“ ruhig auch mal in einer Mittagspause stattfinden. Aus diesem Gedanken heraus habe ich bei uns im Unternehmen den „User Centered Lunch“ eingeführt. Einmal im Monat treffen sich alle UX-Interessierten (Konzepter, Produktmanager, Interaktiondesigner, Usability-Engineers, etc.) in ihrer Mittagspause und sprechen von Projekten des Arbeitsalltags und all jenen UX-Themen, die sie gerade vielleicht auch privat interessieren und/oder beschäftigen. Darunter fallen üblicherweise interessante Artikel, Websites, Veranstaltungen, eigene Erfahrungsberichte und Problemdiskussionen.

Nachdem wir unseren „User Centered Lunch“ nun ein halbes Jahr einmal im Monat hatten, wage ich ein Fazit zu ziehen. Hinter uns liegen viele interessante Gespräche und die Teilnehmer wurden immer mehr. Da der „User Centered Lunch“ als offene Veranstaltung konzipiert und kommuniziert wird, hat sich eine Plattform für den Austausch aller Interessierten etabliert. Wir haben vor Allem über unsere eigenen Prozesse, Konferenzbesuche, Veranstaltungstipps, persönliche Erfahrung in unternehmenseigenen Projekten und interessante Fremdprodukte gesprochen. Natürlich lernt man nicht wie bei anderen Veranstaltungen immer wieder neue Leute kennen aber der Austausch ist schon bereichernd. So entstehen aktuell auch private Projekte oder Verbesserungen an den Prozessen aus diesem regelmäßigen Treffen. Übrigens haben wir uns entschlossen dieses Meeting nicht als „UX-Stammtisch“ zu bezeichnen. Diese Bezeichnung wird zu sehr mit Kneipe und Freizeit assoziiert und wäre in der Kommunikation innerhalb des Unternehmens nicht sonderlich geeignet.

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