Formulierung der UX-Ziele

Sich Ziele zu setzen kann helfen den richtigen Weg zu gehen und sich immer weiter zu verbessern. So oder so ähnlich ist in der Regel der Hintergedanke, wenn man sich Ziele setzt, auch wenn man wegen der Agilität eines modernen Softwareprojekts klar ist, dass man am Ende ganz wo anders ankommen kann. Gerade bei Softwareprodukten sind Ziele als Vorgaben gerne das Maß aller Dinge, besonders im Bereich der Auftragsentwicklung. Also werden funktionale und nicht-funktionale Eigenschaften des abzuliefernden Produkts vorher definiert und als Ziele festgehalten. In Bezug auf die User Experience des zu entwickelnden Produkts erscheint dies jedoch besonders schwierig. Wie können wir UX-Ziele, also Anforderungen an die resultierende User Experience festlegen ohne uns auf ein Bauchgefühl oder eine Meinung zu verlassen? Weiterlesen Formulierung der UX-Ziele

Folien zu meinem Vortrag beim WUD in Siegen

Hier sind die Folien zu meinem Vortrag “UX in der agilen Produktplanung” vom World Usability Day in Siegen. Mir ging es darum zu zeigen, wie man UX als summativen Effekt aus unzähligen Einzelfaktoren in den agilen Planungsprozess integrieren kann. So kann gezielt an Produkten mit positiver User Experience entwickelt werden, also ohne das reine Bauchgefühl bei der Priorisierung. Weiterlesen Folien zu meinem Vortrag beim WUD in Siegen

Folien zum Vortrag „Kanban und UX“

Die Folien zu unserem Vortrag „Kanban und UX“ sind nun online. Gemeinsam mit Eva-Maria SchönJan Uhlenbrok und Jörg Thomaschewski stellte ich Möglichkeiten zur Integration von nutzerzentrierten Arbeitsprozessen in Kanban vor. Des Weiteren haben wir Artefakte vorgeschlagen, die eingesetzt werden sollten, um die Nutzerzentrierung zu verbessern. Weiterlesen Folien zum Vortrag „Kanban und UX“

Folien zum Tutorial „Schätzen der User Experience“

Am letzten Sonntag hatten Jens Pietschmann und ich unser Tutorial zum Thema „Schätzen der User Experience“. Mit über 20 Teilnehmern waren unsere Kapazitäten mehr als voll ausgelastet und die Warteliste war lang. Nachdem wir die Grundlagen vermittelt haben, haben wir die Teilnehmer angehalten insgesamt zwei Übungen durchzuführen, bei denen jeweils Produktideen entwickelt und direkt bewertet werden sollten. Es war unglaublich, wie viele gute Ideen dabei entwickelt wurden. Die wahrgenommen Kreativität war einfach berauschend und genauso sollte es auch sein. Ich möchte mich hier noch einmal besonders bei den Teilnehmern bedanken. Es hat viel Spaß gemacht!

Usability Professional 2013

Am Samstag geht es los. Ich fahre nach Bremen zur diesjährigen Mensch und Computer, welche wieder einmal gemeinsam mit der Usability Professionals und der DeLFI stattfindet. Die Fachtagung ist immer einer der fachlichen Höhepunkte meines Jahres, denn neben vielen interessanten Vorträgen und Tutorien lernt man spannende Leute kennen und kann sich hervorragend austauchen. Weiterlesen Usability Professional 2013

CPUX-F – Eine Retrospektive

Am 13.06. und 14.06. war ich in Berlin habe am ersten Intensivseminar zum „Certified Professional for Usability and User Experience (CPUX) – Foundation Level“ und der anschließenden Prüfung teilgenommen. Das Intensivseminar wurde von DialogDesign und ProContext Consulting GmbH in den Räumen der artop GmbH durchgeführt, weshalb Thomas Geis und Rolf Molich das Seminar durchführten. Die anschließende Prüfung wurde durch die German UPA durchgeführt, aber alles der Reihe nach. Weiterlesen CPUX-F – Eine Retrospektive

Folien zu „Intellektuelles Kapital im Dienste der UX“

Gestern habe ich einen Vortrag am Institut für Wirtschaftsinformatik der Jade HS zum Thema „Intellektuelles Kapital im Dienste der User Experience“ gehalten, dessen Folien ich soeben bei Slideshare hoch geladen habe.
Nachdem ich einiges an Fahrzeit angesammelt hatte (Köln und Wilhelmshaven sind suboptimal durch die Bahn verbunden), möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal für die sehr nette Betreuung vor Ort bedanken! Ich hab mich sehr wohl gefühlt.

Vortrag an der Jade HS

Am 18. April halte ich einen Vortrag am Institut für Wirtschaftsinformatik der Jade HS zum Thema „Intellektuelles Kapital im Dienste der User Experience“. In diesem Vortrag möchte ich mich der Frage stellen, wie Fähigkeiten und Wissen von Mitarbeitern und Beziehungen zu anderen Unternehmen genutzt werden können, um Produkte von besonderer Güte und einem herausragenden Nutzungserlebnis zu schaffen. Ebenso werde ich auf Prozesse und die daraus resultierenden Strukturen eingehen. Die Folien stelle ich anschließend natürlich wieder online. Ich freue mich auf den Norden und hoffe, dass das Wetter bis dahin nicht mehr so frostig ist.

IA Konferenz 2013

Am 3. und 4. Mai findet in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin die diesjährige IA Konferenz statt. Dieses Jahr steht sie unter dem Motte „Prozess. Dialog. Qualität.“ und bezieht sich auch auf agile Prozesse und konkrete Erfahrungen des agilen Alltags. Aus diesem Grund halte ich einen Vortrag zum Thema UX in der agilen Produktplanung, in dem ich Erfahrungen und Vorgehensweisen vorstellen werde, die UX bereits in sehr frühen Planungsphasen berücksichtigen. Ich möchte die Fragen beantworten, wie kann man die User Experience trotz ihrer Komplexität in der agilen Planung berücksichtigen kann, obwohl man unter Umständen noch in der Ideenfindung ist, und wie Ideen in geeigneter Form aufbereitet werden, um ein Product Backlog für einen nach Scrum organisierten Entwicklungsprozess aufzubauen.

Das Hotel und die Konferenz sind gebucht und ich freue mich schon sehr auf die Konferenz. Da ich zum ersten Mal dort hin fahre, weiß ich nicht genau was mich erwartet. Die Referentenliste lässt aber viel Gutes erhoffen. Vielleicht sieht man sich ja dort?

 

UX und die Schlucht

Geoffrey A. Moore adaptierte in „Crossing the Chasm“ den „Technology adaption lifecycle“ dahingehend, dass es zwischen den Early Adoptern und der frühen Mehrheit eine Schlucht gibt. Diese virtuelle Schlucht (orig. „the chasm“) steht für eine Hürde von disruptiven oder nicht iterativen Innovationen, die überwunden werden muss, um die Mehrheit der Nutzer zu erreichen. Jede Nutzergruppe im Lebenszyklus eines Produkts muss anders angesprochen werden und Anmerkungen sowie Kritik der Early Adopter kann helfen diese Schlucht zu überwinden. Early Adopter werden sich über Mängel in der pragmatischen und hedonischen Qualität äußern. Ist ein Produkt nicht „schön“ oder „praktisch“, obwohl es für Early Adopter ausreichend attraktiv ist, wird es nicht zur Mehrheit der Nutzer vordringen. Early Adopter können durchaus auch mit der rein pragmatischen Qualität einer eher technologisch orientierten Neuerung leben, jedoch ist dies für die Mehrheit nicht attraktiv. Ich erinnere mich dabei gerne an die ersten Versionen von Android, das meiner Meinung nach erst mit der Version 4 einen Grad erreicht hat, der auch für die Mehrheit attraktiv ist. Die Differenzierung von der Konkurrenz ist durch die geänderte Designlinie stärker und viele Features sind leichter zu bedienen. Wie es nun bei Android geschehen ist, muss es auch bei anderen Produkten geschehen, damit diese über die Phase der Early Adopter hinausgehen können.

Neben den klassischen Ansätzen der Ergänzung der pragmatischen Qualität (also welche Funktion fehlt noch) ist es meiner Meinung nach sehr wichtig die hedonische Qualität ebenso zu berücksichtigen und weiter zu entwickeln, eben auf Kritik in der Form „das ist nicht schön“, „das ist aber nicht cool“ und ähnlichem zu reagieren. Dem entgegen steht jedoch auch der Aspekt der Originalität, denn Produkte der Early Adopter können alleine durch ihre Ungewöhnlichkeit auf den Nutzer originell wirken. Gelangt ein Produkt im Lebenszyklus zur Mehrheit, wird es normal und verliert das Besondere. Die ersten Smartphones waren ungewöhnlich, heute sind sie üblich. Die ersten MP3-Player waren technologische Prachtstücke, heute sind sie Gang und Gebe. Die ersten Autos waren auffallend, heute sind es die Kutschen. Dies macht noch einmal die Wandlung der User Experience im Wandel der Zeit, oder genauer im Fortschreiten des Produktlebenszyklus, klar. Diese kann also nicht einmal designed, sondern muss fortwährend gestaltet werden.