Usability Professional 2013

Am Samstag geht es los. Ich fahre nach Bremen zur diesjährigen Mensch und Computer, welche wieder einmal gemeinsam mit der Usability Professionals und der DeLFI stattfindet. Die Fachtagung ist immer einer der fachlichen Höhepunkte meines Jahres, denn neben vielen interessanten Vorträgen und Tutorien lernt man spannende Leute kennen und kann sich hervorragend austauchen. Weiterlesen Usability Professional 2013

CPUX-F – Eine Retrospektive

Am 13.06. und 14.06. war ich in Berlin habe am ersten Intensivseminar zum „Certified Professional for Usability and User Experience (CPUX) – Foundation Level“ und der anschließenden Prüfung teilgenommen. Das Intensivseminar wurde von DialogDesign und ProContext Consulting GmbH in den Räumen der artop GmbH durchgeführt, weshalb Thomas Geis und Rolf Molich das Seminar durchführten. Die anschließende Prüfung wurde durch die German UPA durchgeführt, aber alles der Reihe nach. Weiterlesen CPUX-F – Eine Retrospektive

Markante Namen von Personas

Durch den regelmässigen Einsatz von Personas und dem Erstellen von Charakteren für Rollenspiele habe ich ein paar hilfreiche Regeln zur Namenswahl für mich gefunden. Dabei stehen vor allen die Wiedererkennung und die Erinnerbarkeit eine große Rolle. Zum Einen verwende ich gerne Kombinationen aus Vor- und Nachnamen, die einen markanten, aber harmonischen, Sprachrythmus haben (z.B. Susanne Marianne …) und zum Anderen nutze ich oft den gleichen Anfangsbuchstaben oder der gleichen Anfangssilbe bei Vor- und Nachnamen (z.B. Hans Hartmut, Erik Ehrenfeld, etc.). Was an den vorgenannten Beispielen auch auffällt, ist die Wahl typischer Vornamen des sozialen Milieus der Zielgruppe. Dies hat natürlich mit den Vorurteilen bei Namen zu tun. Gleichzeitig darf ein solcher Name nicht zu komplex und kompliziert sein. Eine Persona mit Namen „Anne Maria Claudia Sophie von Humpelfelsen“ ist vom Namen zu lang und wird dann mit einem Spitznamen verfremdet. Das liegt ja nicht in unserem Sinne.

Siehe auch:

Namensvorurteile und Personas

Personas erzeugen eine emotionale Beziehung bei den Projektbeteiligten, das steht außer Frage und ist eine beabsichtigte Eigenschaft. Die Auswahl des Namens erscheint zwar trivial, erzeugt aber eine Assoziation bei Anwendern der Personas und prägt dadurch als eine Eigenschaft die emotionale Bindung. Dadurch ergeben sich zwei Effekte, die man bei der Namenswahl beachten muss, denn sie erzeugen Bezüge zu Personen im Umfeld der Projektbeteiligten und verweisen auf allgemeine Vorurteile gegenüber Personen mit diesen Vornamen. Dadurch bekommt die Persona Eigenschaften und Fähigkeiten zugesprochen (oder abgesprochen), obwohl dies nicht in der Personabeschreibung festgelegt und beabsichtigt worden ist.

Wie kann man also allgemeine und individuelle Vorurteile durch die Namenswahl reduzieren?

Um allgemeine Namensvorurteile zu reduzieren ist ein wenig Aufwand nötig, denn diese erfordert eine vorbereitende Recherche. Immer wieder gibt es Veröffentlichungen, die die Wirkung von Vornamen untersuchen. Hier lohnt sich das Studieren aktueller Forschungsberichte, denn gerade Modenamen wie die Klassiker „Kevin“ und „Chantal“ haben einen spürbaren Einfluss auf die Interpretation der Personas. Bei Vornamen, die in allen sozialen Milieus annähernd gleich verbreitet sind (z.B. „Michael“ und „Stefan“), können die störenden Effekte geringer sein.

Um individuelle Vorurteile zu reduzieren müssen alle Projektbeteiligten involviert werden, denn nur so können deren Interpretationen in der Erzeugungsphase von Personas berücksichtigt werden. Sämtlichen Projektbeteiligten könnte dazu in mehreren Sitzungen der jeweils aktuelle Stand der Personas präsentiert werden und in einer Gruppendiskussion über Eigenschaften und Namen der Personas gesprochen und diskutiert werden. Dabei gilt es sämtliche Kommentare zu den Namen zu erlauben und Vorurteile offen auszusprechen. Grundsätzlich empfiehlt es sich auf Namen von direkten Beteiligten (z.B. Vornamen von Programmierern) bewusst zu verzichten. Wenn auch nicht direkt als Projektbeteiligt zu betrachten, sollte dieser bewusste Verzicht auch die Personen aus dem direkten Projektumfeld (z.B. Geschäftsführung) berücksichtigen, also Mitarbeiter aus dem gleichen Unternehmen, auch wenn sie nicht am Projekt oder Produkt beteiligt sind.

Der Aufwand für die Berücksichtigung dieser Maßnahmen ist im Vergleich zum Nutzen verhältnismäßig gering und sollte bei keinem Einsatz der Personas unberücksichtigt bleiben. Aber Vorsicht: Die Wahrnehmung von Namen verändert sich mit der Zeit und gerade kurzfristig populäre Personen (z.B. Teilnehmer in Castingshows) können sehr schnell Vornamen mit Assoziationen verbinden. Diese Effekte halten zwar auch nicht lange an, sind jedoch zur Zeit der Personaerstellung zu beachten.

Siehe auch:

Tierische Personas

Da ich nun seit einiger Zeit auch im Bereich Smarthome unterwegs bin, habe ich eine unkonventionelle aber durchaus sinnvolle Art von Personasmfür mich entdeckt. Eine nichtmenschliche Persona in Form einer Katze hilft dabei die Sichtweise der Projektbeteiligten zu erweitern, da auch unbeabsichtigte Interaktionen mit den Smarthome-Komponenten vorkommen können. Bei jedem Feature kann also unter Berücksichtigung der Persona „Basti“ darauf geprüft werden, ob durch die Interaktionen auf unkonventionale Art Probleme auftauchen.

Persona: Basti, der Neugierige

Basti ist eine männliche, zwei Jahre alte Hauskatze. Mit seinen etwa 50 cm Länge und seinen vier Kilo Gewicht, ist er ein durchschnittlicher Kater. Er ist sehr neugierig und klettert gerne auf  Fensterbrettern und Regalen herum und spielt hinter den anderen Möbeln verstecken. Leider ist es schon häufiger vorgekommen, dass er etwas herunter geworfen hat. Jedoch schafft es der schmusefreudige Kater immer wieder die Hausherren zu beschwichtigen.

Natürlich ist diese Art von Persona nicht geeignet um die Anforderungen an das System auf klassische Weise zu bewerten. Sowohl Usability und User Experience spielen hier keine Rolle. Vielmehr ist diese Art von Persona dazu geeignet, die Anforderungen kritisch zu prüfen und das resultierende System so abzurunden.

World Usability Day 2011

Der World Usability Day ist mittlerweile ein jährliches Ritual. Auf der ganzen Welt finden Veranstaltungen zum Thema Usability statt und ich habe die Ehre am World Usability Day in Bremen mitzuwirken. Gemeinsam mit Eva-Maria Holt halte ich einen Workshop zum Thema „Personas als Werkzeug in modernen Softwareprojekten“, welcher auf unser Tutorial im September beruht. Ich freue mich schon auf viele Neugierige.

Mehr zur Veranstaltung in Bremen findet ihr unter worldusabilityday.de/groups/bremen.

Personas-Tutorial (UP2011)

Auf der Usability Professionals 2011 hatten wir die Gelegenheit ein Tutorial über den Einsatz von Personas in modernen Softwareprojekten zu halten. Das Tutorial war gut besucht und wir hatten mit den Teilnehmern viel Spaß. Es war eine sehr schöne Erfahrung, die uns motiviert hat mehr zu machen. Vielen Dank an die Veranstalter, die ganzen Helfer und allen Teilnehmenden.

Twick.it Tool Tips

Der Webdienst Twick.it bietet einen Tool Tip an, der ein interessantes Interaktionsmuster nutzt. Ziel des Tool Tips ist es, Fachbegriffe und Abkürzungen zu erklären bzw. Erklärungen anzubieten. Die bisherigen Möglichkeiten sind denkbar beschränkt. Eine vom Autor selbst angelegte Verlinkung für meist auf externe Seiten oder die Erklärungen müssen selber verfasst werden (zeitintensiv und pflegebedürftig). Des Weiteren wird bei Verwendung solcher Links die Seite schnell unübersichtlich, da Hyperlinks auf Hyperlinks folgen und ein Großteil des Textes verlinkt werden kann. Das liegt natürlich nicht im Interesse des Autors.

An genau dieser Stelle kommt ein Verfahren, dass ich sehr interessant finde. Durch ein Plugin wird es dem Nutzer möglich jedes Wort der Website auszuwählen und eine Erklärung anzeigen zu lassen. Dafür muss ein Textteil bei gedrückter ALT-Taste ausgewählt werden.Ist das geschehen, wird ein kleines Popup-Element angezeigt, dass die Erklärungen beinhält. Das funktioniert mit alle Begriffen auf der Webseite und hat daher einen extrem geringen Wartungsaufwand. Des Weiteren ist trotz der umfassenden Erklärungsmöglichkeit die Website nicht mit Links zugepflastert, weshalb die Semantik und die Usability nicht negativ beeinträchtig werden.

Natürlich kann ein Autor auch bestimmte Wörter als erklärungsbedüftig auszeichnen, aber diese Technik ist nichts Neues und gehört meiner Meinung nach zum guten Ton. Abschließend kann ich für mich festhalten, dass Twick.it ein spannender Dienst ist und die Idee des Tool Tips hervoragend ist.