WLAN im ICE?

Ich genieße den Luxus immer und überall online zu sein sehr. Leider macht mir schon die Reise in einer S-Bahn oder im Auto über die Autobahn klar, dass ich nicht immer und überall online sein kann. Das haben auch andere erkannt, zum Beispiel die DB und die DTAG. Die Versorgung mit WLAN und darüber mit Internet auch im ICE ist vom Konzept her eine gute Idee. Jedoch kenne ich niemanden, der davon schwärmen würde. Ich habe es selber versucht und schon die Weiterleitung zur Registrierungsseite bekommt mehrfach eine Zeitüberschreitung. Wieso sollte man dafür noch was bezahlen? Warum ist die Verbindung nicht einfach umsonst, wenn sie schon kaum etwas taugt? Das habe ich in vielen Hotels schon erlebt, aber war dennoch froh über eine kostenlose, wenn auch langsame Verbindung. Mir ist das jedenfalls im Moment nicht praktisch genug. Da warte ich lieber auf einen Halt im Bahnhof um eben mal schnell meine E-Mails zu lesen und gegebenfalls zwei, drei zu beantworten.

Stabilo SMARTball

Ich mag mein iPad. Ich nutze es gerne, denn es ist handlich, gut transportabel, hat eine lange Akkulaufzeit, immer online und ist irgendwie schick. Mir fehlt wie so einigen anderen aber auch die Möglichkeit mit einem Stift schnelle Notizen aufzuschreiben, kurze Skizzen zu machen oder sinnlose Krackeleien zu digitalisieren. Dazu habe ich mir nach einiger Recherche nun doch dem Stabilo SMART ball gekauft und habe ihn nun eine Weile im Einsatz.

Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut. Der Stift macht handwerklich was her und liegt ergonomisch in der Hand. Die Schriftform auf Papier ist für mich sehr angenehm und kann mit teuren Kugelschreibern durchaus konkurrieren. Irritierend finde ich es heute noch, dass der Clip vollständig drehbar ist. Natürlich macht das Sinn, damit die Ergonomiedellen für Links- und Rechtshänder angepasst genutzt werden können, aber es verleitet mich zum Spielen. Ist nicht wirklich störend aber vermutlich reduziert das die Lebensdauer. Die Stylusfunktion finde ich jedoch nicht gut gelungen. Der Gummiaufsatz kann eingedrückt werden und erschwert zumindest mir das gezielte schreiben. Auch die Tatsache, dass ich den Stift am unteren Ende greifen muss ist extrem hinderlich. Gerne würde ich den Stift eher oben anpacken, damit die Gefahr mit meiner Handfläche auf den Bildschirm zu kommen und dadurch etwas zu bedienen reduziert werden würde, aber leider funktioniert der Stift dann nicht mehr.

Im Fazit ist dieser Stift für mich ein sehr guter Kugelschreiber aber leider nutze ich ihn kaum als Stylus. Dafür ist er mir nicht ausgereift genug.

Update: Mittlerweise bin ich froh über den Stift, da ich in letzter Zeit viel auf mobilen Geräten Softwaretests durchführe. Gerade dann ist es gut zu wissen, dass man zielgenau getappt hat. Aber produktiv im Alltag setze ich ihn dennoch nicht ein.

Usability Professional 2012

Ich hatte schon letztes Jahr auf der Usability Professionals ein Tutorial mit begleitendem Artikel. Dieses Jahr wurden von mir zwei Beiträge akzeptiert. Wie auch letztes Jahr halte ich gemeinsam mit Eva-Maria Holt und Jörg Thomaschewski ein Tutorial, dieses Mal zum Thema „Von der Idee zum Prototypen – Werkzeuge der agilen Welt“. Wir stellen Methoden und dazugehörige Vorlagen vor, die sich unserer Erfahrung nach besonders eignen um nutzerzentrierte Produkte zu erstellen.

Mit Jens Pietschmann werde ich einen Vortrag zum Thema „UX in den frühen Phasen des Innovationsprozesses – User Experience von Anfang an bedacht“ halten. Unser Bestreben ist es, den Qualitätsfaktor der User Experience schon in der Ideengenerierung und -bewertung unterzubringen um ihn gezielter im Innovationsmanagement berücksichtigen zu können.

Ich freue mich sehr über diese beiden Möglichkeiten und freue mich auch sehr auf die anderen Vorträge und Tutorien der Usability Professional 2012!

mobile.cologne

Auch diesmal freue ich mich auf das nächste Treffen der mobile.cologne. Dieses Mal wieder in Nähe des Kölner Hauptbahnhofs und gespickt mit einigen Lightningtalks. Da ich am nächsten Tag früh nach Emden fahren werde um eine Prüfung zu absolvieren, werde ich mir wahrscheinlich nur die Lightningstalks anhören und dann schon wieder nach Hause, denn nur der frühe Vogel fängt den Wurm, bzw. sonst verpasse ich meinen Zug.

UX-CGN

Gestern Abend war ich das erste Mal auf der UX-CGN, einem regelmässigen Treffen rund um Thema User Experience. Dieses Mal fand das Treffen am Rand von Köln bei Pixum statt. Es waren recht viele Leute anwesend, was Pixum als Gastgeber nicht überforderte, denn es waren genug Brötchen und genug Getränke vorhanden. Die Vorträge waren gut, aber teilweise sehr polarisierend. Wie sollte es auch anders sein, ist das Thema per se emotional. Leider waren die Vorträge in ihrer Summe zu lang und reduzierten so meine Zeit anschließend noch mit einigen alten und neuen Gesichtern zu sprechen. Schade. Aber insgesamt war der Abend so angenehm, dass ich mir beim nächsten Mal mehr Zeit erhoffe.

mobile.cologne

Morgen werde ich auf der mobile.cologne einen Lightningtalk über Mobile NUI halten. Diesmal findet das Treffen im Coworkingspace Cologne in Köln-Deutz statt. In meinem Lightningtalk geht es darum, das Buzzword NUI mit Schwerpunkt auf mobile Endgeräte zu erläutern und das zugrundeliegende Konzept zu erklären. Warum sind Naturell User Interfaces erfolgreich und wie kann ich selber welche erstellen? Alle diese Fragen werde ich versuchen zu beantworten, wenn auch sicherlich nicht erschöpfend.

Update: Meine Folien zum Vortrag sind nun bei Slideshare hochgeladen und stehen zur freie Verfügung. Ich möchte noch mal allen anderen Rednern, den Organisatoren und allen Zuhörer danken. Obwohl wir in relativ kleiner Runde zugegen waren, war es ein hervoragender Abend. Danke!

mobile.cologne

Der erste Stammtisch der mobile.cologne fand gestern im Gaffel direkt beim Kölner Hauptbahnhof statt. Organisiert von Lars Pfannenschmidt und Christoph Jerolimov traffen sich Programmierer und andere am Entwicklungsprozess mobiler Anwendungen beteiligten Personen zu gutem Essen und leckerem Kölsch. Die Atmosphäre war äußerst angenehm und entspand. Die Gespräche waren sehr gut und haben mir persönlich etwas gebracht. Das nächste Mal sollen Verträge statt finden und nach diesem ersten, sehr positiven Eindruck freue ich mich schon sehr auf das nächste Mal.

Akustische Elemente guter Produkte

Ich fahre gerade im ICE und sehe ein Kind, dass mit dem Smartphone des Vaters ein Spiel spielt. Das nervige Auftönen des Spiels wird aus Rücksicht auf die Mitreisenden (oder auf die eigenen Nerven) vom Vater dann doch abgestellt und das Kind drückt sein Missfallen darüber aus. Ich fühle mich an meine Kindheit erinnert, in der ich oft und gerne mit dem Gameboy gespielt habe. Damals erging es mir wie dem Kind. Die Ummenschen werden vom Sound genervt aber mir war es egal. Es war für mich ganz normal etwas mit so vielen Sinnen wie möglich wahrzunehmen und die willentliche Beschneidung meines Spielerlebens schmerzte seltsam.

An diese frühen Tage erinnert und mit der außenstehenden Perspektive auf diese kindliche, vollkommen natürliche Interaktion mit Produkten, stelle ich mir die Frage ob die Wahrnehmung über den Sinn des Hörens in den modernen Produkten zu oft vernachlässigt wird. Wird bei einem Schalter auf das Klicken geachtet? Achtet bei Schuhen jemand auf das Trittgeräusch? Alleine schon das Klackern meiner Tastatur lässt in mir die Vermutung aufkommen, dass die Akustik abseits von Soundelementen wirklich berücksichtigt wird.

Anderseits dürfte die Wahrnehmung unterschiedlicher Sounds bei Softwareprodukten schwierig sein. Während bei Spielen der Nutzer bewusst in ein neues Interaktionsumfeld eintritt und von vorneherein weiß, dass ein neues Spiel das Erlernen eines neuen Interfaces bedeutet, ist dieses Bewusstsein bei beispielsweise Softwareprodukten eher gering. Produkte im Büroumfeld orientieren sich bewusst an Marktführer wie Microsoft Office um sich in ein harmonisches Umfeld zu integrieren und dem Nutzer eine geringe Lernbelastung zu ermöglichen. Eine eigene akustische Untermalung erscheint hier eher hinderlich als fördernd um eine positive User Experience zu ermöglichen.

Was also tun? Bei jedem Produkt sollte die Frage gestellt werden, ob wirklich alle relevanten Sinne in der Produktkonzeption berücksichtigt worden sind. Damit sind nicht nur akustische Effekte gemeint, sondern ebenso Gerüche. Billiges Plastik riecht billig. Soll das Produkt denn billig wirken?

Persona-driven User Stories und nichtfunktionale Anforderungen

Schon seit einer kleinen Weile beschäftige ich mich mit dem Einsatz von Personas als Konkretisierung der „User role“ in User Stories. Obwohl ich es in der Praxis noch nicht so oft gesehen habe, können auch nicht-funktionale Anforderung in Form von User Stories niedergeschrieben werden. Natürlich lassen diese sich nicht in einer abgeschlossenen Entwicklungszeit (z.B. ein bis zwei Sprints) realisieren, jedoch sind sie als stete Erinnerung hilfreich und die zur User Story gehörigen Akzeptanzkriterien helfen die meist schwer fassbaren Anforderungen auch prüfbar zu halten. In Verbindung mit Personas jedoch, bekommen die User Stories für nicht-funktionale Anforderungen einen direkten Bezug zu dem zukünftigen Nutzer. Die Akzeptanz der nicht-funktionalen Anforderung bei den Projektbeteiligten (z.B. Projektmanager, Programmierer, Designer, etc.) steigt, da die Motivation für die Anforderung emotional leichter erfassbar wird. Des Weiteren kann eine Persona auch genutzt werden, um die nicht-funktionalen Anforderungen auf Erfordernis zu prüfen. Ist eine bestimmte Reaktionsgeschwindigkeit wirklich richtig gewählt oder ist sie doch zu langsam oder kürzer als notwendig? In diesem Zusammenhang werden natürlich messbare Werte mit gefühlten Werten verglichen, was zu Schwierigkeiten im Verständnis führen kann. Eine Anwendung, von der 90% der Oberfläche nach einer Sekunde zur Verfügung steht, kann schon schnell wirken obwohl die restlichen 10% noch zehn Sekunden brauchen. Wann also ist eine Anwendung schnell? Eine entscheidende Frage, die bei der Verwendung von Personas beantwortet werden sollte. Durch diese Antworten wird sich die User Experience des Nutzers erhöhen, denn der Fokus wird von der technisch-faktischen zur gefühlten-wahrgenommenen Anforderung.